Erinnerungen.....3
Mobiler Musikgenuss
Von
TRAGBAR zum WALKMAN zu MP 3
oder
ist KLEIN wirklich FEIN ?
Die "richtigen" HiFi Spezialisten konnten die kleinen Dinger nie leiden . . .
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( bevor mich die Anwälte von SONY vor den Kadi ziehen ,
weise ich darauf hin , dass der Name : WALKMAN geschützt ist -
aber wie macht man mit einem Computer den Kringel mit dem R drinnen ? )
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Bis Anfang der 60er Jahre bedeutete es , so denn ein Gerät als tragbar deklariert war ,
schleppen bis die Arme abfallen - 30 Kilogramm galten noch als tragbar . . .
Als Antriebsquellen dienten Federwerke oder bleischwere Batterien
( vielleicht erinnert sich noch jemand an Maihak-Tonbandgeräte ? )
Mit Einsetzen der Transistorisierung änderte sich das schlagartig .
Als erstes wurden die Radios kleiner und sie schrumpften in kurzer Zeit
auf die Grösse einer Zigarettenschachtel zusammen .
( !!! Die Sache mit dem ASPIRIN ist zufällig - ein Schuft wer böses dabei denkt !!! )
Der Kopf / Ohrhörer erlaubte belästigungsfreien Hörgenuss wo immer man wollte !
Genuss ist dabei wohl stark übertrieben - es klang wie aus einer Keksdose ,
an Stereo dachte noch niemand , aber man war soundtechnisch mobil und nur das zählte .
Batteriebetriebene Tonbandgeräte und Plattenspieler wurden konstruiert ,
erwiesen sich aber leider aus mehreren Gründen als nicht sehr praxistauglich . . .
(-: Stellen sie sich bitte ihr Lieblings-LP nach einer Party am Baggersee vor :-)
Den entscheidenden Durchbruch erzielte die Firma Philips 1963
mit der Einführung der Compact Cassette .
Sie war klein , robust und speicherte die Musik die man hören wollte
in annehmbarer Qualität - sollte der Rundfunk doch senden was er wollte .
Die Abspielgeräte wurden 1964 gleich mit passender Umhängetasche geliefert ,
das Gewicht hatte sich immerhin schon auf knapp zwei Kilogramm reduziert ,
und so konnte man problemlos die mühsam aufgenommene Musik
mit mörderischen 1 Watt und einem eingebautem 6 cm Lautsprecher
in die Umwelt blasen . . .
Der Frequenzumfang lag irgendwo bei 100 - 6000 hz
1979 im fernen Japan , genauer gesagt bei SONY ,
kam man auf die Idee den Begriff "tragbar" neu zu definieren .
Durch Verzicht auf einen plärrenden Breitbandlautsprecher
und Rückbesinnung zum Kopfhörer gelang es Geräte zu bauen ,
die nur unwesentlich grösser waren als das abzuspielende Medium .
Heraus kam dabei der allererste WALKMAN
mit der Bezeichnung SONY TPS L 2 ( links im Bild )
( wer denkt sich nur solche Namen nur aus ??? )
Die Bilder zeigen , dass sich in 20 Jahren nicht sehr viel verändert hat ,
er funktioniert übrigens immer noch einwandfrei - soviel zur Qualität von damals . . .
Die Welt war begeistert - Die Geldzähler bei SONY auch
Und weil das Konzept stimmte , wurde kurzerhand alles miniaturisiert
was man in der Denkfabrik so entwickelte . . .
Es folgten 1982 der erste WATCHMAN
SONY FD 210
1985 der erste DISCMAN
SONY D 50 bzw. D 100
Bild oben : Mit Docking Station - Ein Batteriefach hat er nicht !
Erst die MK 2 Version war netzunabhängig !
Dank eines angeflanschten Akku-Packs , das das Gewicht auf 1000 Gramm schraubte ,
konnte nun endlich auch ohne Verlängerungskabel Musik gehört werden
1993 der erste MD WALKMAN
SONY MZ 1 und MZ 2P
Nur mal so am Rande :
Alle meine 15 SONY MD Recorder der Serien MZ 1 , MZ 2P + MDS 101
funktionieren immer noch einwandfrei !
Der SONY MZ-R500 unten ist übrigens nur 8 x 7 cm klein ,
der MZ-1 bringt es auf 14 x 12 cm bei stolzen 700 Gramm Gewicht
Ein weiterer Quantensprung zeichnete sich Ende des 20. Jahrhunderts
mit Einführung der MP3 Datenreduzierung ab .
Endlich konnte man auf die empfindliche und störanfällige Mechanik verzichten .
Musik und Sprache existierten nur noch digital in einem Speicher
und waren somit unempfindlich gegen Schmutz , Erschütterung , Kälte und Hitze .
Bild unten zeigt den DIAMOND RIO 300 - den Urahnen aller MP3 Player
in der Mitte ein TRUST CYBERMAN
( 32 bzw. 64 Mb Speicherkapazität )
Bild unten zeigt MP3 und MD - Player im harten Einsatz
Kabel sind überflüssig geworden -
Das Signal wird über einen Sender an den Tuner oder Receiver übertragen
Heute sind wir beim 8 GB MP3-Player mit 35 Gramm Gewicht angekommen -
Versuche , die Geräte in die Kleidung zu integrieren , laufen bereits erfolgreich.
(-: wearable technology :-)
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Ich warte auf den Tag an dem mir mein Hausarzt ambulant
eine komplette Multimediaeinheit in den Bauchspeck einpflanzt
( Platz genug wäre da vorhanden )
und die Schall und Bildwandler direkt mit dem Gehirn verkabelt
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Wäre da nicht die blöde Fehlkonstruktion Mensch
könnten die Miniaturisierungstechniker zeigen
was wirklich in ihnen steckt . . .
denn was nützen mir Funktionstasten mit 2 mm Durchmesser
wo mein Daumen doch 22 mm breit ist
und was soll ich mit einem Handy im Feuerzeug
wenn der Abstand vom Ohr zum Mund 15 cm beträgt !
Wie weit waren doch gleich die Kollegen
von der Gen - Forschung ?
Bei dieser Frage wache ich regelmässig aus meinem Albtraum auf . . .