FAHRBERICHT  YAMAHA  XJ 900 F

   

Es ist der  23.5.2003  und ich bin mit Hexe auf dem Weg nach Meck-Pom ,

wo unser bei e-Bay per Sofortkauf erstandenes Schmuckstück stehen soll . . .

Das Wetter ist durchwachsen , dunkle Wolken lassen Böses erahnen .

Nach einem Schild : "Hier Ende der Welt" sehen wir einen grossen Gutshof

vor dem eine Yamaha XJ 900 F  parkt - hier muss es sein !!!

Sie ist in einem unverbastelten Originalzustand - schlank und schön . . .

. . . hat gestern neu TÜV bekommen , und echte 48000 Km auf dem Tacho !!!

Der Zündschlüssel dreht sich , der Motor ist sofort da -  sie dreht etwas sehr hoch

doch das kann sofort geregelt werden . Bereits nach wenigen Sekunden nimmt sie willig Gas an

und holpert mit mir über Strassen auf denen ein Geländewagen seine Mühe hätte :-(

An eine vernünftige Probefahrt ist nicht zu denken . . .

Alle positiven Testberichte im Hinterkopf kaufe ich sie trotzdem .

Der Verkäufer macht verbindliche Zusagen , so dass ein Kauf eigentlich kein Risiko darstellt .

15 Minuten später gehört  FELIX  uns . . .

Auf den 250 Kilometern nach Berlin merken wir , dass wir einen guten Kauf getätigt haben.

Die Höchstgeschwindigkeit wird spielend erreicht , der Motor bleibt dabei knochentrocken ,

die Strassenlage ist nicht zuletzt durch die fast neuen Metzeler-Reifen prima .

Nichts klappert oder macht sonstwie komische Geräusche . . .

Beeindruckend wie spielerisch leicht alles vor sich geht , nicht so teigig lahm wie bei der BMW .

Ab 1500 upm steht genügend Power zur Verfügung und Kurven nimmt sie wie ein Fahrrad .

Nie merkt man die knapp 260 Kg , selbst das Aufbocken ist ein Kinderspiel .

Auch der Kardanantrieb ist ein Traum - BMW könnte noch dazulernen . . .

. . . nur die kleine Scheibe ist Mist , aber eine hohe Tourenscheibe gab es dazu .

Basteln ist also vorprogrammiert :-)

Am nächsten Tag wird also die grosse Scheibe angebastelt , alle Öle erneuert ,

die Zündkerzen gewechselt und der Luftfilter gesäubert .

Dabei zeigt sich , dass die zwei Vorbesitzer gut und sauber vorgearbeitet haben .

Nirgendwo ist Rost , alles super gepflegt , der ganze Spass war eigentlich unnötig .

Am Abend telefoniere ich mit dem Erstbesitzer.....

nach einem kurzen Schock ist er hoch erfreut etwas über sein altes Mopped zu hören .

Bereitwillig erzählt er mir über seine fast achteinhalb Jahre mit der Yammi ,

über seine Pflege und Fahrten und auch über den kleinen Ausrutscher ,

dem die Yammi ihre zerkratzte Nase zu verdanken hat . . .

. . . zum Glück sind Mopped und Fahrer nix passiert , ein Gutachten belegt das !

Beruhigt gehe ich schlafen  -  Morgen ist die erste grosse Tour angesagt :-))))

     

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