!!!   DAS  HERTIECASTER  SYNDROM   !!!

       

     

Ich habe Musik immer als Hobby sehen dürfen, was nicht heisst,

dass ich nicht auch den einen oder anderen Euro ( DM ) damit verdient habe . . .

. . . meistens mit der Forderung verbunden, doch endlich Ruhe zu geben !!!

   

Angefangen hat alles sehr klassisch - mit einer Babyrassel !!!

Nach einigen Jahren in einem Heim für Schwererziehbare

lernte ich mit sechs Jahren das Rauchen und mit acht das Saufen.

Ich brachte also alle notwendigen Kenntnisse für einen Rockstar mit . . .

Meine Familie, alles geachtete und gefürchtete Kampftrinker, unterstützte mich.

Später kamen dann achtundachzig Tasten, Gitarre, Bass und Schlagzeug dazu . . .

. . . das Entsetzen meiner Mitmenschen wuchs stündlich.

   

Mit 14 gründete ich meine erste Band und zog marodierend

und brandschatzend durch den Südschwarzwald.

Nachdem sich mein Keyboardlehrer hinter einen Zug geworfen hatte,

mein Gitarrenspezialist in der Psychatrie landete

und das Fachmagazin "STÜMPER" mich zum schlechtesten Musiker der Welt gekürt hatte

( und das gleich 10 Jahre hintereinander ),

beschloss ich autodidaktisch weiter zu machen.

   

Mit 19 strandete ich auf meiner Flucht vor der Bundeswehr in Bärlin,

heiratete, vermehrte mich planlos und blieb . . .

Hier und da spielte ich noch in einigen Bands,

bis ich die Vorzüge der modernen Studiotechnik für mich entdeckte.

Warum sich mit nevenden und nölenden Mitmenschen bei Proben herum schlagen,

wenn man seine Lieblingsmusik auch alleine recorden kann ?:-)

       

Meine selbst produzierten Tonträger : "Schrotty spielt 2000 seiner unbekannten Lieder"

und "500 Isländische Regentänze für die Basstuba" floppten leider völlig.

   

Auch literarisch bekam ich nicht die Anerkennung die ich erhofft hatte.

So landeten meine Bücher "Die Bedeutung der Blockflöte im Hardrock"

und "Die E-Gitarre im Mittelalter" lediglich auf Platz 1 der BSR ( Berliner Stadtreinigung ).

 

Meine DVD "Die Axt in der Humanmedizin" kam auf den Index

und ist die einzige mit einem Ü100 Prüfsiegel auf dem Markt.

   

Zwischendurch habe ich etliche Stunden in Tonstudios verbracht

um die Kunst des Verschlimmbesserns zu erlernen.

Ab und zu restauriere ich noch alte Aufnahmen um sie für die Nachwelt zu erhalten.

In den 80er Jahren baute ich für einige betuchte Kunden HiFi-Lautsprecherboxen -

aber immer nur als Hobby und wegen meiner damaligen Bindung zu Isophon.

Über Akustik und Psychoakustik kann ich stundenlang reden ohne etwas zu sagen . . .

   

1995 war ein Schicksalsjahr - genauer gesagt war es ein Freitag . . .

Bei dem Versuch gefrorenes Fleisch mit einem japanischen Messer zu trennen,

kamen mir der Ring und Kleinfinger der linken Hand in die Quere . . .

Danach war erst einmal geraume Zeit Pause !!!

Es dauerte Jahre bis Sehnen und Nerven wieder ein wenig funktionierten.

Daraus resultierte der Triple-S : Schrottys-Stümper-Style

und meine Vorliebe für den hundsgemeinen Wechselbass

(lateinisch "dumpf dumpf vulgaris").

   

Selbst Mitmenschen die mir wohlgesonnen sind behaupten hartnäckig,

dass meine Tonerzeugung auf div. Instrumenten immer so klingt,

als ob jemand ein Baby mit einer Katze schlägt . . . Banausen !

Daher begreife ich mich eher als Tonerzeuger und weniger als Musiker.

Verschärfend hinzu kommt noch mein ausgeprägter Spiel und Basteltrieb.

Leider macht mir meine unheilbare, sich laufend verschlimmernde

chronische Hypopecunie doch sehr zu schaffen und manchen Traum zunichte.

Johnny Cash widmete mir den Titel : I am busted . . .

 

Nehmt also bitte nicht alles im Leben zuuuuuuu ernst !

Musiker sind eigentlich sehr tolerante Menschen -

zumindest habe ich das so in all den Jahren erlebt.

 

Und schliesslich heisst es ja -ein Instrument spielen-,

impliziert das nicht Freude und Spass ?????

 

In diesem Sinne : Leben und leben lassen

      

      

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